Der Tango Argentino ist die ursprüngliche Form des Tangos, entstanden in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Armenvierteln von Buenos Aires mit Einflüssen von Kreolen, Kubanern und Mitteleuropäern, vor allem aus Italien.
Er wird weicher getanzt, es gibt keine starre Tanzhaltung und keine „abgehackten“ Bewegungen. Die Musik hat keinen festen Rhythmus. Sie kann sehr langsam und melancholisch sein, im Dreivierteltakt (Vals) oder auch sehr schnell und beschwingt (Milonga). Es gibt zwar auch im Tango Argentino einige Grundregeln, einen Grundschritt (Basse) und bestimmte Schrittfolgen, jedoch bietet der Tanz viele Variationsmöglichkeiten.
Grundelemente sind zunächst einfaches Gehen, die „Caminata“, Stopps und Drehungen. Typische Elemente des Tanzes sind die Fußkreuze, die „ochos“, bei denen die Füße der Tänzerinnen auf dem Boden eine Acht beschreiben, Drehungen, wie die „mulinetas“ (Mühle), „boleos“ (peitschenartige Beinbewegungen) und „ganchos" (Einhaken).